Sie sind gesundheitsinteressiert, möchten auf dem aktuellen Stand der Entwicklung und über unsere Praxis informiert sein? Dann ist unser Gesundheitsbrief (Newsletter), den wir monatlich per EMail versenden, genau das Richtige für Sie.

Der Newsletter informiert Sie monatlich über die aktuellen Erkenntnisse in der Medizin und Informationen aus unserer Praxis. Gerne senden wir Ihnen unseren Gesundheitsbrief kostenfrei zu. Die Zusendung des Gesundheitsbriefes erfolgt per E-mail. Sie können jederzeit die Zusendung widerrufen. Hier können Sie sich direkt anmelden.


Praxis & Medizin

Diese beiden Vitamine könnten das Erkrankungsrisiko für Parkinson senken

Antioxidantien aus der Nahrung wird immer wieder eine präventive Bedeutung gegen neurodegenerative Erkrankungen zugeschrieben. In einer schwedischen Studie wurde dieser Effekt nun für das Entstehungsrisiko von Parkinson untersucht. Ein Team aus internationalen Wissenschaftlern wertete dazu die Daten von 43.685 Männern und Frauen der „Swedish National March Kohorte“ aus. Die Teilnehmer wiesen ein Alter zwischen 18 und 94 Jahren auf.

Die Wissenschaftler untersuchten einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr spezieller Antioxidantien und dem Risiko, im Folgezeitraum von durchschnittlich 17,6 Jahren eine Parkinsonkrankheit zu entwickeln. Der Antioxidantienverzehr wurde aus einer Befragung zu den Verzehrgewohnheiten berechnet.

Insgesamt erkrankten im Beobachtungszeitraum 465 Personen an Parkinson. Ein hoher Verzehr von Vitamin E und Vitamin C senkte das Risiko, an Parkinson zu erkranken, deutlich. Teilnehmer, die viel Vitamin E über Lebensmittel verzehrten, hatten im Vergleich zu Teilnehmern, die wenig Vitamin E aufnahmen, ein um 32 % geringeres Risiko, an Parkinson zu erkranken. Ebenso reduzierte Vitamin C das Risiko um 32 %. Für Beta-Carotin konnte keine deutliche Wirkung festgestellt werden. 

Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass der Verzehr von Vitamin C und E das Risiko für die Entwicklung einer Parkinsonkrankheit reduzieren könnten.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin E (Nationale Verzehrsstudie II 2008)
In der Altersgruppe vom 19. - 80. LJ. erreichen nur circa 50 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung. Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen durchschnittlich circa 7 mg Vitamin E, den Frauen fehlen entsprechend circa 6 mg.
(DGE-Empfehlungen: m. 19. - 24. LJ 15 mg/Tag, m. 25. - 50. LJ. 14 mg/Tag, m. 51. - 64. LJ. 13 mg/Tag, m. 65 > LJ. 12 mg/Tag, w. 19. - 64. LJ. 12 mg/Tag, w. 65 > LJ. 11 mg/Tag).

 

Sie haben Interesse an neuesten medizinischen Erkenntnissen? Dann melden Sie sich zu unserem Gesundheitsbrief an! Kostenlos. 1x im Monat. Mit News auch aus unserer Praxis.

 


Hantikainen E, Lagerros YT, Ye W, Serafini M, Adami HO, Bellocco R, Bonn S.
Dietary antioxidants and the risk of Parkinson Disease: The Swedish National March Cohort.
Neurology 1/2021